Grundsätzliches zum Camcorder-Kauf [1]

Verfasst von : Helge am 04.03.2010, 10:04 Uhr
Film [2]

Tipps zum Kauf von Camcordern gibt es viele, allerdings haben da oft auch Hersteller oder Anbieter "ihre Finger" drin und vieles ist nicht unbedingt unparteiisch oder aktuell.
Darum hier mal ein paar Sachen, auf die man beim Kauf des "persönlichen" Camcorders achten sollte.


- Bis vor einigen Jahren war die Aufzeichnung auf mini DV-Cassetten und eine Auflösung von 0,8 Megapixel bzw. PAL Standard. Versuche mit einer Aufzeichnung auf DVD oder mini DVD waren nicht erfolgreich, da nicht praxistauglich.
Dann kam die Aufzeichnung auf Festplatte oder SD-Karte. Gerade mit Sicht auf HD-tauglichkeit war das ein enormer Fortschritt. Auch war kein Motor mehr nötig, was die Qualität der Soundaufzeichnung (kein Motorbrummen mehr im Hintergrund) und die Laufzeit der Accus wesentlich verbesserte.

- Heutzutage ist die Datenaufzeichnung auf fest eingebautem Speicher (Festplatte) oder SD-Karte längst Standard. Die "Kinderkrankheiten" sind größtenteils ausgemerzt und preislich sind entsprechende Camcorder auch akzeptabel.
Die Speicherung des Films sollte im Aufnahmeformat mpeg oder vergleichbarem erfolgen. Manche Camcorder speichern die Daten in einem markeneigenen Format, das geht auch, allerdings müssen diese Daten dann oft in ein gängiges Format umgewandelt werden, wenn eine Nachbearbeitung gewünscht wird.

- Wichtig ist die Entscheidung für oder gegen einen Aufzeichnungsstandard. Es gibt sehr günstige Camcorder, die in Standard-Auflösung, also PAL (720 x 576 Pixel), aufnehmen. Gegen diese Camcorder ist nichts zu sagen, allerdings ist die Auflösung nicht mehr ganz zeitgemäß und in einigen Jahren wohl total veraltet.
Technisch auf dem Stand der Zeit ist der HD-Standard (bis 1440 x 1080 Pixel). Camcorder, die in diesem Standard aufnehmen, sind teurer als SD-Camcorder. Allerdings sind die aufgenommenen Bilder auch von wesentlich besserer Qualität. Diese Qualität braucht jedoch auch ordentlich Platz auf den Speichermedien des Camcorders. Also unter 8 Gigabyte Kapazität braucht man da gar nicht anfangen.
Auch für die Nachbearbeitung dieser Datenmengen (falls gewünscht) ist eine gute, aktuelle Software (z.B. Corel Videostudio X3) und ein aktueller PC mit MehrkernProzessor und 4GB Arbeitsspeicher nötig.

- Auf Pocket-Camcorder im Handy-Format sollte man verzichten, ausser man ist, was die Bildqualität angeht, recht schmerzfrei.

- Fallt nicht auf vollmundige Werbung herein, z.B. sagt der so oft beworbene optische Zoom eines Camcorders praktisch nichts über die Qualitäten eines Camcorder aus. Viel wichtiger ist die Größe des internen Chips (CCD-Chip) oder das verbaute Objektiv. Objektive von Schneider-Kreutznach oder Carl Zeiss sind sehr gut.
Namen und Marken sind größtenteils Schall und Rauch, jede Marke hat ihre Vor- und Nachteile. Sony z.B. bietet etwas mehr Qualität zu einem höheren Preis, Samsung etwas geringere Qualität zu einem geringeren Preis, JVC liegt da in der Mitte.

Geht in einen Verbrauchermarkt, nehmt Euren Wunsch-Camcorder in die Hand und probiert mit ihm. Wie komme ich mit der Menuesteuerung klar? Wie liegt er in der Hand? Ist das Display groß genug? Oder zu groß? Wie ist die Verarbeitung? Ist der Autofocus schnell oder "pumpt" er bei plötzlichen Motivwechseln nach?

Tipp : Das Handling von Camcordern mit SD-KartenSlot ist einfacher, da sie leichter sind. Auch ist man mit SD-Karten flexibler und der Camcorder geht sparsamer mit der Energie in den Accus um. Wenn ein Camcorder eine eingebaute Festplatte und KartenSlots hat, wäre das fast optimal.

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